Abendvortrag: Über den Technoviking

Seit Jahren recherchiert und dokumentiert Matthias Fritsch die Geschichte seines Videos “Kneecam No.1” aka Technoviking – von der ursprünglichen künstlerischen Arbeit bis zu einem weltbekannten Mem mit über 80 Millionen dokumentierten Klicks und vielen Tausend Videoantworten auf YouTube.

Für den Künstler bedeutet das Technoviking-Mem nicht nur ein interessantes kulturelles, politisches und künstlerisches Phänomen, sondern auch jahrelange Streitereien vor Gericht. Beides ist Gegenstand des neuen, abendfüllenden Films, der online in einer gekürzten Version verfügbar ist. Dort könnt ihr den Filmemacher auch finanziell unterstützen.

Im Rahmen des Workshops berichtet Matthias Fritsch persönlich über seine Geschichte und seine Erfahrungen mit dem Meme.

Matthias Fritsch lebt und arbeitet in Berlin. 
Er studierte Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und Film, Bildende Kunst und kuratorische Studien am Bard College, Center for Curatorial Studies and Art in Contemporary Culture im Staat New York. Er ist der Autor zahlreicher Kurz- und Langfilme sowie Medieninstallationen. In den letzten Jahren beschäftigte sich Fritsch verstärkt mit digitalen Communities in Internet-Videoplattformen und ihrer Rolle in der Produktion zeitgenössischer Kultur.

Matthias Fritschs filmische Arbeiten kreisen um Fragen von Autorschaft und Eigentum, die im Zusammenhang mit offenen Distributionswegen im Internet eine neue Konjunktur erleben. Fritsch spürt Potenzial und Grenzen der damit verbundenen kulturellen Praktiken nach, indem er sich in sie hinein begibt. Folgerichtig nutzt der Künstler auch andere Plattformen und Kanäle für seine Arbeiten als den Kunstkontext.

Seit 2010 arbeitet Matthias Fritsch als künstlerischer Leiter des jährlichen Moving Silence Festivals in Athen und organisiert weitere internationale Veranstaltungen mit  Moving Silence, der 2009 durch Fritsch und den italienischen Musiker Marco Brosolo gegründeten Plattform für zeitgenössischen Stummfilm. 

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